Josef Zellmeier: „Aus der Geschichte lernen, Opfer nicht vergessen und gegen neues Unrecht angehen“ – Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung

„Das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen ist nicht vergleichbar mit der Situation der heute zu uns kommenden Flüchtlinge“, betonte Zellmeier. „Die deutschen Vertriebenen dürfen nicht als Vorwand genommen werden, um eine grenzenlose Aufnahme von Flüchtlingen heute zu begründen. Schließlich hat das zerstörte und um die Ostgebiete deutlich verkleinerte Deutschland damals zwölf Millionen Landsleute aufgenommen, deren Vertreibung erst durch den vom nationalsozialistischen Regime begonnenen Krieg und den dadurch geschürten Hass ermöglicht wurde.“ Deshalb könne es niemals um Gleichsetzung, Abstufungen oder Wertungen einzelner Schicksale gehen. „Im Vordergrund steht die Mahnung, aus der Geschichte zu lernen, Opfer nicht zu vergessen und gegen neues Unrecht anzugehen“, so der CSU-Politiker. Zellmeier freut sich deshalb besonders, dass der Bundestag beschlossen hat, auch die deutschen Zwangsarbeiter des Zweiten Weltkriegs zu entschädigen. Bis es dazu kam, hatten die Staatsregierung und der Bayerische Landtag auf Antrag der CSU-Fraktion entsprechende Aufforderungen an Berlin gerichtet.

„Gerade Bayern leistet aktuell viel, um das Gedenken an diesen Teil deutscher Geschichte und deutscher Identität hoch zu halten“, stellte Zellmeier fest: Die Staatsregierung ermöglicht die Errichtung des großen Sudetendeutschen Museums in München, die ersten Arbeiten haben bereits begonnen. Außerdem setzt sich die CSU-Fraktion besonders dafür ein, dass der Freistaat die Sanierungsmaßnahmen für das Egerlandmuseum in Marktredwitz, das Isergebirgs-Museum Neugablonz und das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg finanziell tatkräftig unterstützt. Zudem wird der Aufbau eines kleinen Schlesischen Landesmuseums im Herzogschloss in Straubing mit staatlichen Zuwendungen gefördert.

Die offizielle Gedenkveranstaltung der Bayerischen Staatsregierung findet an diesem Sonntag in Nürnberg statt. Nach der Kranzniederlegung am Zentralen Denkmal „Flucht und Vertreibung“ folgt der Festakt mit anschließendem Empfang im historischen Rathaussaal.

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